Wer sich bewusster ernähren möchte, landet schnell bei einer simplen Frage: Wie viel Protein steckt eigentlich drin? 20 Gramm? 30 Gramm? High Protein? Extra Protein?
Die Zahl auf der Verpackung wirkt oft wie das wichtigste Kaufargument. Doch genau hier lohnt sich ein genauer Blick: Die reine Proteinmenge sagt noch lange nicht aus, wie wertvoll ein Lebensmittel für den Körper wirklich ist.
Denn entscheidend ist nicht nur, wie viel Eiweiß du isst – sondern vor allem, wie gut dein Körper dieses Eiweiß nutzen kann. Ein Protein ist immer nur so gut wie sein Aminosäurenprofil.
Genau deshalb ist Eiweiß aus Pilzen - so genanntes Mykoprotein - weit mehr als einfach nur ein weiteres proteinreiches Lebensmittel. Es liefert nicht nur viel Eiweiß, sondern enthält alle essenziellen Aminosäuren, dazu wertvolle Ballaststoffe und wichtige Mineralstoffe. Kurz gesagt: Es bringt nicht nur Protein, sondern echte Funktionalität mit.
Zusammenfassung: Warum Mykoprotein eine vollständige Proteinquelle ist
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Mykoprotein liefert alle 9 essenziellen Aminosäuren
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Entscheidend ist nicht nur die Proteinmenge, sondern die Proteinqualität. Hier kann Mykoprotein mit Ei und Milch mithalten
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Neben hochwertigem Eiweiß enthält Mykoprotein auch viele Ballaststoffe, Beta-Glucan und wichtige Mineralstoffe
Essenzielle Aminosäuren erklärt: Warum dein Körper sie täglich braucht
Aminosäuren sind die kleinen Bausteine von Proteinen und damit an fast allem beteiligt, was dein Körper täglich leistet. Sie spielen eine zentrale Rolle beim Muskelaufbau, bei der Regeneration, bei der Bildung von Hormonen und Enzymen, für dein Immunsystem und für einen funktionierenden Stoffwechsel. Ohne Aminosäuren läuft im Körper also ziemlich wenig.
Einige davon kann der Mensch selbst herstellen. Andere jedoch nicht. Diese nennt man essenzielle Aminosäuren. Sie müssen täglich über die Ernährung aufgenommen werden, weil der Körper sie nicht selbst produzieren kann.
Dazu gehören Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan und Valin (sowie Histidin für Säuglinge).
Besonders bekannt ist Leucin, weil diese Aminosäure eine zentrale Rolle bei der Muskelproteinsynthese spielt – also genau dort, wo Muskelaufbau, Regeneration und Muskelerhalt stattfinden.
Fehlt eine essenzielle Aminosäure in ausreichender Menge, kann die körpereigene Proteinsynthese eingeschränkt werden. Deshalb ist nicht nur die Proteinmenge entscheidend, sondern auch ein vollständiges und gut verfügbares Aminosäureprofil.
Mehr zur grundsätzlichen Bedeutung von Eiweiß findest du auch in unserem Beitrag „Eiweiß: Der Schlüsselbaustein für den Körper“.
Proteinqualität statt Proteinmenge: Warum hochwertige Proteine entscheidend sind
Um Proteinqualität messbar zu machen, wird häufig der sogenannte PDCAAS verwendet – der Protein Digestibility Corrected Amino Acid Score. Dieser Wert bewertet sowohl das Aminosäurenprofil als auch die Verdaulichkeit eines Proteins. Ein Wert von über 1, wie z.B. von Eiern, gilt als “maximal” und ist daher der Goldstandard.
Die meisten tierischen Eiweißquellen schneiden bei diesem Score sehr gut ab, pflanzliche Eiweißquellen tendenziell etwas schlechter.
Mykoprotein erreicht laut verschiedener Studien Werte zwischen 0,92 und 0,99 und liegt damit auf einem Niveau, das mit Isolaten und Fleisch vergleichbar ist . Das ist bemerkenswert, denn viele nicht-tierische Proteinquellen liegen deutlich darunter. Anders gesagt: Dein Körper kann Mykoprotein nicht nur gut aufnehmen – er kann es auch sehr effizient nutzen.
| Lebensmittel | PDCAAS Wert |
| Kuhmilch | 1.21 |
| Eier | 1.18 |
| Molkeisolat | 1.00 |
| Sojaisolat | 1.00 |
| Mykoprotein | 0.99-0.92 |
| Hühnerfleisch | 0.95 |
| Rindfleisch | 0.92 |
| Soja | 0.91 |
| Erbsenisolat | 0.89 |
| Erbsen | 0.78-0.70 |
| frische Früchte | 0.64 |
| Reis | 0.50 |
| Weizen | 0.42 |
Das Aminosäurenprofil von Mykoprotein: Enthält Pilzprotein wirklich alle essenziellen Aminosäuren?
Viele pflanzliche Proteinquellen liefern zwar Eiweiß, enthalten aber nicht alle essenziellen Aminosäuren in optimaler Menge. Das ist zum Beispiel bei Reisprotein, Weizenprotein oder einigen anderen isolierten Pflanzenproteinen häufig der Fall. Das bedeutet nicht, dass diese schlecht sind – aber eben oft unvollständig. Aus diesem Grund werden in der Regel mehrere pflanzliche Eiweißquellen kombiniert angeboten.
Tierische Lebensmittel wie Eier oder Milch gelten deshalb traditionell als hochwertige Proteinquellen, weil sie ein vollständiges Aminosäurenprofil besitzen. Genau hier wird Eiweiß aus Pilzen besonders interessant: Es gehört ebenfalls zu diesen vollständigen Proteinquellen.
Mykoprotein enthält alle essenziellen Aminosäuren und bietet damit ein vollständiges Aminosäurenprofil. Besonders spannend ist das für Menschen, die auf pflanzliche oder alternative Proteinquellen setzen, aber keine Kompromisse bei der Proteinqualität machen möchten.
| Essenzielle Aminosäuren | Menge in g pro 100 g |
| Isoleucin | 1.7 |
| Leucin | 3.3 |
| Lysin | 3.2 |
| Methionin | 0.9 |
| Phenylalanin | 1.9 |
| Threonin | 2.7 |
| Tryptophan | 0.3 |
| Valin | 2.0 |
| Nicht-essenzielle Aminosäuren | Menge in g pro 100 g |
| Asparagin/ -säure | 5.6 |
| Glutamin/ -säure | 5.6 |
| Serin | 2.4 |
| Histidin | 1.5 |
| Glycin | 2.2 |
| Arginin | 3.8 |
| Alanin | 3.3 |
| Tyrosin | 1.6 |
| Prolin | 3.5 |
| Cystein | 0.6 |
Hierbei handelt es sich lediglich um Referenzwerte. Da Mykoprotein ein natürliches Produkt ist, können die Werte schwanken.
Auch für Sport, Muskelaufbau und Regeneration ist das relevant. Vor allem die verzweigtkettigen Aminosäuren, die sogenannten BCAAs, spielen hier eine wichtige Rolle. Dazu gehören Leucin, Isoleucin und Valin.
Leucin gilt dabei als besonders wichtig, weil es als eine Art Startsignal für die Muskelproteinsynthese wirkt. Es beeinflusst, wie effektiv dein Körper nach Training, Belastung oder auch im Alter neue Muskelmasse aufbauen oder bestehende erhalten kann.
Mykoprotein ist deshalb nicht nur für Fitnessziele interessant, sondern auch für Healthy Aging, Alltagsernährung und langfristige Gesundheit.
Mehr als Protein: Ballaststoffe, Beta-Glucan und Mineralstoffe in Mykoprotein
Was Mykoprotein wirklich besonders macht, ist nicht nur das vollständige Proteinprofil, sondern die Kombination mehrerer funktioneller Nährstoffe in einem einzigen Lebensmittel.
Während viele Proteinprodukte fast ausschließlich auf Eiweiß setzen, bringt Mykoprotein deutlich mehr mit. Kwint Mykoprotein - unsere Pulvervariante - enthält pro 100 Gramm ganze 55 Gramm Eiweiß und gleichzeitig 35 Gramm Ballaststoffe. Diese Kombination ist außergewöhnlich, denn normalerweise findet man entweder das eine oder das andere.
Schon 15 Gramm Mykoprotein Pulver – etwa zwei gehäufte Esslöffel – entsprechen vom Protein- und Ballaststoffgehalt ungefähr 250 bis 280 Gramm Pilzen.
Dazu kommen nur 1 Gramm Kohlenhydrate und lediglich 2 Gramm gesättigte Fettsäuren pro 100 Gramm. Das macht Mykoprotein zu einer unkomplizierten Ergänzung für den Alltag – ohne unnötige Zusätze.
Hier findest du die gesamte Nährwerttabelle: Nährwertangaben von Kwint Mykoprotein
Besonders spannend ist außerdem der hohe Anteil an Beta-Glucan. Mit 18 Gramm pro 100 Gramm liefert Mykoprotein eine relevante Menge dieser funktionellen Ballaststoffe.
Beta-Glucane werden in zahlreichen Studien mit positiven Effekten auf Cholesterinspiegel, Blutzuckerregulation, Sättigung, Darmgesundheit und das Immunsystem in Verbindung gebracht.
Wer tiefer einsteigen möchte, findet dazu mehr in unserem Beitrag „So unterstützt Beta-Glucan aus Mykoprotein deine Gesundheit“.
Fazit: Warum Mykoprotein zu den hochwertigsten Proteinquellen gehört
Protein ist wichtig. Aber die entscheidendere Frage lautet nicht, wie viel Protein auf dem Etikett steht, sondern wie hochwertig dieses Protein tatsächlich ist.
Mykoprotein liefert alle 9 essenziellen Aminosäuren, besitzt eine hohe biologische Wertigkeit und eine sehr gute Verdaulichkeit. Gleichzeitig bringt es etwas mit, das vielen klassischen Proteinquellen fehlt: Ballaststoffe, Beta-Glucan und wertvolle Mineralstoffe.
Es ist kein isoliertes Nährstoffkonzentrat und kein typisches Proteinpulver, sondern ein echtes funktionales Lebensmittel. Genau das macht es so spannend. Nicht mehr Protein um jeden Preis – sondern besseres Protein, das dein Körper wirklich nutzen kann.